Die Gründung des Vereins im Jahre 2000

 

Die Situation der Poliklinik für Kieferorthopädie hatte sich seit der Abmeldung des Studienganges Zahnmedizin an der Universität Rostock im Jahre 1997 erheblich verschlechtert. Ab 1997 konnte nur noch nach dem Physikum, quasi für die klinischen Semester, eine Immatrikulation erfolgen. Das hatte zur Folge, dass in den Polikliniken der damaligen Klinik und Polikliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Neueinstellungen nicht mehr erfolgten und keine Investitionen für die Zahnmedizin mehr getätigt wurden. Ebenso war an eine räumliche Reduzierung der Klinik gedacht. Deren sofortige Umsetzung war allerdings ohne Umbaumaßnahmen nicht möglich. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs war eine Zeit der "Perspektivlosigkeit" angebrochen. Deshalb verwunderte es nicht dass gerade die Weiterbildungsassistenten und wissenschaftlichen Mitarbeiter der Poliklinik für Kieferorthopädie für die Gründung des Vereins warben, um die größten finanziellen Unwägbarkeiten zu umgehen und gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Das bedeutete, dass dem Verein Aufgaben für den Erhalt und die Förderung gleichermaßen zufallen sollten. Vor allem die in Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie befindlichen Mitarbeiter sollten die Enge des Personalkonzeptes und die fehlenden Investitionen nicht durch eine Reduzierung des Weiterbildungsanspruches zu spüren bekommen. Darüber hinaus galt es Forschungsaufgaben wahrzunehmen und gleichermaßen dadurch den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.

 

Im Jahre 2002 wurde der Studiengang Zahnmedizin auf Druck der Rostocker Universität mit Rektor und Senat, der Medizinischen Fakultät mit ihrem Dekan und seinen Stellvertretern sowie der Leitung der Zahnmedizin mit ihren Mitarbeitern wieder eingeführt. Der diesbezügliche Vertrag mit dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, der die Existenz der Rostocker Zahnmedizin an die jährliche Erfüllung der Kostenneutralität bindet, gilt bis heute. Das reduzierte Personalkonzept umfaßte seitdem alle Mitarbeiter, die Professoren, die wisschaftlichener damit verbundene Abbau von Personal sowohl im medizinischen als auch im nichtmedizinischen Bereich belastet die Poliklinik für Kieferorthopädie bis heute. Auf der Migliederversammlung des Fördervereins am 8.April 2011 wurde deshalb der Fortbestand des Vereins beschlossen.

 

Heute ist die Poliklinik für Kieferorthopädie an der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock national und international anerkannt. Nach wie vor ist sie aber von dem enormmen Fleiß ihrer Leitung und dem der Mitarbeiter abhängig. Der Verein hilft nach Kräften vor allem kurzfristige Engpässe zu überwinden. Die Jahresberichte geben darüber konkret Auskunft.

 

Dank gilt allen die bisher materiell und immateriell den Förderverein unterstützt haben. Dadurch war es möglich, dass sich wissenschaftlicher Nachwuchs auch in schweren Jahren entwickeln konnte, weil Forschungsaufgaben immer wieder unterstützt werden konnten.

 

Prof. em. Dr. med. dent. habil. Rosemarie Grabowski

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Verein zur Erhaltung und Förderung der Poliklinik für Kieferorthopädie Rostock e.V.